sinn.sucht

lebenssinn, mir unbekannt.
verdammt auf ewig dich zu suchen,
schenk ich dir seit meiner selbst geburt
all mein sinnen, all mein streben.

antrieb, der
mich in den wahnsinn führt
mich peitscht von tag zu tag
mich quält durch dunkle nacht –
und doch hab ich dich nie erfahren.

keine geschichte zeichnet dieses lebens weg.
nur schmerzliche gedanken.

müde.
wenn nicht gescheitert,
dann jäh verzweifelt meine seele,
die einsam nach Dir schaut.

tiefste gründe, leuchtende höhen.
zerrissen vom urgesetz des seins.
dies sind die verse meines lebens.
oder sterbens?

es ist kein unterschied.

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